In einer älter werdenden Gesellschaft muss vermehrt darüber nachgedacht werden, wie der letzte Lebensabschnitt qualitativ hochwertig gestaltet werden kann, der von Fürsorge
und Abhängigkeiten geprägt sein kann.
Jetzige und künftige Bewohnerinnen und Bewohner wünschen sich ein Zuhause, in dem sie sich wohl und beheimatet fühlen. Auch Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf wollen ein
„ganz normales“ Leben führen und den Tag geniessen können. Sie möchten in irgendeiner Form nützlich und für andere wertvoll sein. Sie möchten etwas erwarten können an
diesem Tag und „einen Grund haben, am Morgen aufzustehen“. Gleichzeitig müssen sie darauf vertrauen können, dass sie kompetent, zuverlässig, mit Respekt und liebevoller
Zuwendung gepflegt und betreut werden.
Wir wollen erreichen, dass unsere Erfahrungen und die vieler anderer engagierter Berufsfrauen und –männer noch wirkungsvoller werden.
So tragen wir dazu bei, die Lebensqualität
alter Menschen mit Pflege- und Betreuungsbedarf in stationären Einrichtungen zu verbessern.
Zu einem späteren Zeitpunkt – und sofern Interesse (Resonanz) spürbar ist – ist die Gründung eines Vereins mit gleichem Namen vorgesehen.
Damit wollen wir mittel- und langfristig wesentlich dazu beitragen, die vorhandenen guten Kräfte zu bündeln und ihnen mehr „Schub“ zu geben.
Das Netzwerk soll eine Ergänzung vorhandener Strukturen darstellen und z. B. Menschen abholen, die sich nicht im Verbandswesen organisieren.
Ausgangslage
Wie sollten Orte aussehen, an denen Menschen leben, die ihre eigene Pflege nicht mehr selber bewältigen können? Welche Werte werden dort tagtäglich gelebt? Mit welchen Gefühlen
leben diese Menschen und arbeiten die Pflegenden dort?
Die Diskussion um „gute“ Pflege und Betreuung findet in der Fachwelt bereits seit längerem statt, und vieles wird von den Pflegenden an der Basis bereits umgesetzt,
um das Leben in den bestehenden Alters- und Pflegeheimen lebenswert zu gestalten.
Es gibt aber auch Orte, die noch stark dem Denken in „Spitalkategorien“ verhaftet sind, wo Arbeitsabläufe den Alltag bestimmen und nicht die Menschen, die dort leben.
An diesen Orten leiden Bewohnerinnen und Bewohner und Pflegende gleichermassen.
Bestehende Wohnmöglichkeiten für alte Menschen (mit oder ohne Pflege- und Betreuungsbedarf) sind teilweise baulich,
sowie in ihren Betriebsabläufen und Strukturen vielfach nicht mehr auf dem erforderlichen Stand.
Wünsche verschiedener Akteure
Angehörige wollen sicher sein, dass es ihre Lieben im Alters- oder Pflegeheim gut haben und, dass dort eine gute Pflegequalität geleistet wird.
Speziell in der deutschsprachigen Schweiz stehen viele Betriebe vor der Aufgabe, die neuen Berufe FAGE/FABE in ihre Strukturen zu integrieren und sind vermehrt gefordert,
diese Ausbildungen in ihrem Hause zu organisieren. Auch hier gibt es einen grossen Nachholbedarf, aber auch viel know how, das weitergegeben werden könnte.
Unsere Ziele als reflektierte PraktikerInnen
Daher werden wir in den nächsten Monaten
verschiedene Gelegenheiten benutzen, Teilnehmenden an Fachtagungen anzusprechen, sich am Netzwerk Alterskompetenz zu beteiligen.
Im Einzelnen streben wir an:
• Bündelung der vorhandenen Kräfte, um den fühlbar fälligen Kulturwandel im Alterswohnen zu beschleunigen und mit zu helfen,
dieser Veränderung eine gute Form zu geben.
• Vernetzung von Fachpersonen, die sich mit dem Thema „Alterswohnen“, „Pflege und Betreuung“ usw. befassen.
• Förderung des Austauschs zwischen den Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung und deren Anwendung „im Feld“.
• Geplant: Vernetzung von Interessierten Personen aus dem Berufsfeld Pflege/Betreuung durch Instrumente aus dem Web 2.0-Bereich (WEBLOGS, Video-Austausch etc.)
Gründung eines Vereins Alterskompetenz zu einem späteren Zeitpunkt